Dr. Johannes Öhlböck LL.M.
Rechtsanwalt Wien

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Interview Ö1 Morgenjournal

09.01.2012
Interview mit Barbara Gansfuss für das Ö1 Morgenjournal.

Stadt Wien beruft sich auf Verjährung

Im Interview mit Barbara Gansfuss spricht Rechtsanwalt Dr. Johannes Öhlböck über die aktuelle Situation rund um das Thema Mißbrauch im Kinderheim Wilhelminenberg. Aktueller Anlass ist die Ablehnung der Stadt Wien, ein angemessenes Schmerzengeld zu leisten und weitere Therapiekosten zu übernehmen.

  • Die Stadt Wien beruft sich jetzt auf Verjährung. Im Bericht der Kinder- und Jugendanwaltschaft von 2010 ist noch vollmundig die Rede davon, dass Betroffene Leistungen ungeachtet der Verjährung in Anspruch nehmen können. Heute steht die Stadt nicht mehr dazu. ist der wahre Skandal. Ich frage mich, ob die Verantwortlichen in der Stadtregierung das tun, weil ihnen zwischenzeitig die Dimension bewusst geworden ist.
  • Die beiden Frauen sind damit auf sich allein gestellt. Ich habe daher gemeinsam mit engagierten Menschen eine Plattform gegründet, um den beiden Frauen, zu ermöglichen, den Rechtsweg zu beschreiten. Ich habe in diesem speziellen Fall zugesichert, auf mein Honorar zu verzichten. Was bleibt sind aber jedenfalls Gerichtsgebühren, die die Republik Österreich verlangt sowie weitere mit einer Klage einhergehende Kosten. Auf www.spenden-helfen.com kann man sich beteiligen. Ich freue mich, dass wir bereits einige Unterstützer gefunden haben.
  • Es geht nicht um wenige betroffene Opfer. Wir sprechen von über 800, die sich allein in Wien gemeldet haben. Im Oktober waren es noch 300 Opfer. Ich habe damals von einer Dunkelziffer gesprochen, die vierstellig ist. Dieser Zahl nähern wir uns.
  • Ich unterstütze die Kommission Wilhelminenberg und schenke Barbara Helige und ihrem Team Vertrauen. Zu messen wird die Kommission an ihren Taten und Ergebnissen sein.

Interview Ö1 Morgenjournal - 08.01.2011


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Dr. Johannes Öhlböck LL.M.

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