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Heimkinder mit Malaria infiziert

07.02.2012
ehemaliges Heimkind und Malaria-Opfer lässt Klage prüfen

Malaria-Opfer lässt Klage prüfen

Wiener Heimkinder sind in den 1960er Jahren nicht nur Opfer von Misshandlungen und sexuellem Missbrauch gewesen. Offenbar wurden sie in der Wiener Klinik Hoff auch für zweifelhafte medizinische Therapien und Versuche mit der Tropenkrankheit Malaria herangezogen.

Aus dem Bericht des Kurier vom 07.02.2012:

Das ehemalige Heimkind Wilhelm J. erhob am Montag schwere Vorwürfe gegen die Wiener Uni-Klinik. Der heute 63-Jährige soll 1964 von Ärzten der Klinik mit Malaria infiziert worden sein. Unklar ist noch, ob zur Behandlung der von einem Psychologen diagnostizierten „Psychopathie“, oder zur Züchtung der Krankheitserreger.

Wilhelm J. hat sich an den Wiener Anwalt Johannes Öhlböck gewandt, der bereits mehrere ehemalige Heimkinder rechtlich vertritt. „Der wichtigste Punkt ist, alle Akten herbeizuschaffen“, sagt Öhlböck. Der Jurist will Heim- und Krankenakten, so vorhanden, sichten. „Dann stellt sich die Frage der Verantwortung“, erklärt der Anwalt. Für ihn kommen entweder die Stadt Wien als Trägerin des Spitals oder die Republik Österreich als übergeordnete Stelle der Universitätsklinik infrage. „Und dann gilt es, Ansprüche geltend zu machen.“

Problematisch könnte die Frage der Verjährung werden. „Das ist dasselbe Problem wie bei anderen Spielarten, wie man mit Heimkindern umgegangen ist“, sagt Öhlböck. „Egal ob es sich um psychische oder physische Gewalt oder um Missbrauch gehandelt hat.“ So etwas dürfe nicht verjähren, meint der Anwalt.


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